Schritt für Schritt

So erstellen Sie Ihre Liquiditätsvorschau

Eine Liquiditätsvorschau zu erstellen dauert bei uns Minuten statt Stunden. Sie importieren Ihre Kontoumsätze, ergänzen offene Posten, Kapitaldienst und geplante Zahlungen, wählen den Horizont und lesen die wöchentliche Vorschau. Die Software rechnet deterministisch und weist Ihnen Tiefpunkt und kritische Kalenderwoche aus.

Die Schritte im Überblick

Vier Schritte führen von den Rohdaten zur fertigen Vorschau.

1. Umsätze importieren

Bankumsätze kommen aus dem Buchhaltungs- und Banking-Import. Aus ihnen leitet die Software Ihre aktuelle Cash-Position je Konto und gesamt ab.

2. Posten ergänzen

Offene Posten aus Forderungen und Verbindlichkeiten sind bereits aktiv. Ergänzen Sie geplante Zahlungen und den Kapitaldienst.

3. Horizont wählen

Entscheiden Sie sich für 8, 13 oder 26 Wochen, je nachdem wie weit Sie vorausschauen möchten.

4. Vorschau lesen

Die Software zeigt Zufluss, Abfluss, Netto und Saldo je Woche und markiert den Tiefpunkt samt Kalenderwoche.

Vor dem Start: die Datenbasis prüfen

Eine gute Vorschau beginnt mit sauberen Eingangsdaten.

  • Sind die Bankumsätze aktuell importiert, sodass die Cash-Position stimmt?
  • Sind offene Forderungen und Verbindlichkeiten mit Fälligkeitsdatum erfasst?
  • Ist der Kapitaldienst als Tilgungsplan hinterlegt?
  • Sind wiederkehrende Zahlungen als Planposten angelegt oder aus KI-Vorschlägen übernommen?
  • Wurde entschieden, ob Verträge aus dem Vertragsmanagement einfließen sollen?

Was die KI dabei abnimmt

Beim Aufbau der Datenbasis hilft die KI an zwei Stellen. Erstens ordnet sie importierte Kontoumsätze automatisch einer von 15 Kategorien zu, ohne Ihre manuellen Zuordnungen zu überschreiben. Das spart die mühsame Sortierarbeit und macht die Cashflow-Analyse aussagekräftig.

Zweitens erkennt die Software deterministisch wiederkehrende Zahlungsmuster und die KI schlägt daraus Planposten vor. Sie prüfen den Vorschlag und übernehmen ihn, statt jede Miete, Rate oder Abo-Zahlung von Hand anzulegen.

Die eigentliche Vorschau rechnet die Software deterministisch. Die KI liefert also die Vorarbeit, aber die Zahlen der Vorschau entstehen aus einer nachvollziehbaren Berechnung, nicht aus einer Schätzung.

In der Praxis lohnt es sich, die Vorschau zu einem festen Bestandteil der Woche zu machen. Wer sie regelmäßig liest, erkennt Trends früh und muss nicht in der Hektik einer knappen Woche reagieren, sondern kann geplant vorgehen. Ein guter Rhythmus ist ein kurzer Blick zu Wochenbeginn, ergänzt um eine tiefere Betrachtung, sobald eine größere Zahlung oder ein Kredittermin näher rückt. Weil die Software die Vorschau selbst aktuell hält, kostet dieser Rhythmus kaum Zeit. Der eigentliche Wert entsteht dadurch, dass Entscheidungen früher und ruhiger getroffen werden, statt unter Druck. So wird aus dem einmaligen Erstellen einer Vorschau eine dauerhafte Gewohnheit, die Ihre Liquiditätssteuerung Woche für Woche verlässlicher macht.

Die fertige Vorschau richtig lesen

Wenn die Vorschau steht, lohnt der Blick auf einige Kennzahlen.

Laufender Saldo

Verfolgen Sie, wie sich der Saldo Woche für Woche entwickelt, und achten Sie auf einen fallenden Trend.

Tiefpunkt

Der minimale Saldo über den Horizont und seine Kalenderwoche zeigen den kritischen Moment, auf den Sie sich vorbereiten.

Aufschlüsselung

Öffnen Sie eine knappe Woche und sehen Sie nach Quelle, welche Abflüsse sie verursachen.

Szenarien und Weitergabe

Nach der Basis-Vorschau lohnt der Stresstest. Mit den Presets Vorsichtig und Kritisch stellen Sie ein, dass Kunden später zahlen, Forderungen teilweise ausfallen oder Sie selbst Zahlungen strecken. So sehen Sie die Bandbreite und erkennen, wie viel Puffer die kritische Woche wirklich hat.

Für die Weitergabe an Bank, Gesellschafter oder Steuerberatung exportieren Sie die Vorschau als CSV im deutschen Format. Ergänzt um den Mindestbestand je Gesellschaft und Alerts bei drohender Unterschreitung wird aus der einmal erstellten Vorschau ein laufendes Frühwarnsystem.

Häufige Fragen

Wie lange dauert das Erstellen einer Vorschau?

Wenn die Bankumsätze bereits importiert sind, steht die Basis-Vorschau in wenigen Minuten. Die meiste Zeit fließt in das einmalige Anlegen von Kapitaldienst und Planposten, das die KI durch Vorschläge aus erkannten Mustern zusätzlich beschleunigt.

Muss ich alle Quellen ausfüllen?

Nein. Der harte Kern sind die offenen Posten, die immer aktiv sind. Kapitaldienst, geplante Zahlungen und Verträge machen die Vorschau vollständiger, aber Sie können mit den offenen Posten starten und schrittweise ergänzen.

Kann ich den Horizont später ändern?

Ja. Sie wechseln jederzeit zwischen 8, 13 und 26 Wochen, ohne die Vorschau neu aufbauen zu müssen. Die zugrunde liegenden Posten bleiben gleich, nur der betrachtete Zeitraum ändert sich.

Was bedeutet der Tiefpunkt in der Vorschau?

Der Tiefpunkt ist der niedrigste laufende Saldo über den gewählten Horizont. Die Software nennt ihn zusammen mit der Kalenderwoche, in der er auftritt, damit Sie genau wissen, wann Sie besonders auf Ihre Liquidität achten müssen.

Kann ich die Vorschau weitergeben?

Ja. Über den CSV-Export im deutschen Format geben Sie die Vorschau an Bank, Gesellschafter oder Steuerberatung weiter. Weil jede Woche nach Quelle aufgeschlüsselt ist, kann Ihr Gegenüber die Zahlen prüfen und nachvollziehen.