Treasury · Engpass

Liquiditätsengpässe erkennen, bevor sie entstehen

Die meisten Engpässe kündigen sich Wochen vorher an — man sieht sie nur nicht rechtzeitig. Das Treasury-Modul projiziert Ihre Liquidität Woche für Woche, markiert den tiefsten Punkt samt Kalenderwoche und meldet sich, sobald der Mindestbestand in Gefahr gerät.

Warum Engpässe zu spät auffallen

Ein Blick auf den heutigen Kontostand sagt wenig darüber aus, ob in sechs Wochen die Löhne, die Umsatzsteuer und eine Tilgung gleichzeitig fällig werden. Genau in solchen Häufungen entstehen Engpässe, obwohl das Konto heute komfortabel gefüllt aussieht.

Das Treasury-Modul dreht die Perspektive um: Statt auf den Ist-Stand schauen Sie auf den Verlauf. Offene Posten, geplante Zahlungen und der Kapitaldienst werden auf die kommenden Wochen verteilt, sodass Fälligkeitsspitzen sichtbar werden, lange bevor sie das Konto erreichen.

Der Tiefpunkt-Saldo als Frühwarnsignal

Die wöchentliche Vorschau reicht über 8, 13 oder 26 Wochen. Für jede Woche wird ein Saldo berechnet; der niedrigste Wert ist Ihr eigentliches Risiko.

Tiefpunkt und Kalenderwoche

Das Modul weist den Tiefpunkt-Saldo aus und nennt die zugehörige Kalenderwoche. So wissen Sie nicht nur, dass es eng wird, sondern genau wann — und haben Zeit, gegenzusteuern.

Immer aktive Quelle: offene Posten

Die offenen Posten fließen immer in die Vorschau ein. Ergänzend kommen geplante Zahlungen, Kapitaldienst und optional Ihre Verträge hinzu, sodass das Bild vollständig wird.

Deterministische Rechnung

Gleiche Eingaben ergeben denselben Verlauf. Die Vorschau ist nachvollziehbar und nicht zufällig — Sie können die Zahl im Gespräch mit Bank oder Beirat sauber begründen.

Mindestbestand statt Nulllinie

Kein Betrieb sollte bei null Euro landen. Deshalb definieren Sie je Gesellschaft einen Mindestbestand — die Sicherheitsschwelle, unter die Ihre Liquidität nicht rutschen soll. Die Vorschau misst den Verlauf gegen diese Linie, nicht gegen die Null.

Nähert sich der prognostizierte Saldo dem Mindestbestand, ist das Ihr Handlungsfenster: eine Zahlung strecken, eine Forderung anmahnen, eine Kreditlinie ziehen. Der Puffer verschafft Ihnen genau die Vorlaufzeit, die im Ernstfall den Unterschied macht.

Alerts, die Sie erreichen

Warnungen nützen nur, wenn sie ankommen. Das Modul kombiniert eine sichtbare Warnung in der Software mit einer E-Mail.

  • In-App-Warnung, sobald die Vorschau eine Unterschreitung des Mindestbestands prognostiziert.
  • Täglicher E-Mail-Alert bei tatsächlicher Unterschreitung des Mindestbestands.
  • Zum Schutz vor Alarm-Müdigkeit gebündelt auf höchstens einen Alert pro Woche.
  • Der kurze KI-Kommentar fasst die Lage in verständlichem Deutsch zusammen und erfindet dabei keine Zahlen.

Mit Szenarien den Ernstfall durchspielen

Engpässe entstehen oft nicht im Normalfall, sondern wenn Kunden später zahlen als geplant. Mit den Szenarien Basis, Vorsichtig und Kritisch verschieben Sie Annahmen: Forderungs-Verzug in Tagen, einen prozentualen Haircut auf offene Forderungen und einen Verbindlichkeits-Verzug. So sehen Sie, wie robust Ihr Puffer wirklich ist.

Das Treasury-Modul kostet 150 Euro pro Monat je Arbeitsbereich inklusive aller Gesellschaften, ist monatlich kündbar, befindet sich in der Beta und läuft DSGVO-konform auf Servern in Deutschland. Es arbeitet read-only und führt keine Zahlungen aus.

Häufige Fragen

Wie früh erkenne ich einen drohenden Engpass?

Die Vorschau reicht wahlweise 8, 13 oder 26 Wochen in die Zukunft. Der Tiefpunkt-Saldo und die zugehörige Kalenderwoche zeigen bereits heute, wann es eng werden könnte. So bleibt in der Regel genug Zeit, um gegenzusteuern.

Was ist der Unterschied zwischen Warnung und E-Mail-Alert?

Die In-App-Warnung erscheint, sobald die Vorschau eine künftige Unterschreitung des Mindestbestands prognostiziert. Der E-Mail-Alert wird bei einer tatsächlichen, bereits eingetretenen Unterschreitung versendet — gebündelt auf höchstens einmal pro Woche.

Muss ich den Mindestbestand selbst festlegen?

Ja, den Mindestbestand definieren Sie je Gesellschaft selbst, weil nur Sie Ihre Sicherheitsreserve kennen. Er ist die Schwelle, gegen die das Modul den prognostizierten Verlauf misst und ab der es warnt.

Berücksichtigt die Vorschau verspätete Zahlungseingänge?

In den Szenarien Vorsichtig und Kritisch lassen sich Forderungs-Verzug in Tagen und ein prozentualer Haircut auf offene Forderungen ansetzen. Damit spielen Sie durch, wie sich schleppende Zahlungseingänge auf Ihren Tiefpunkt auswirken.

Kann ich mich auf die prognostizierten Zahlen verlassen?

Die Berechnung ist deterministisch, das heißt bei gleichen Eingaben immer identisch und damit nachvollziehbar. Die Qualität hängt von Ihren Daten ab: je vollständiger offene Posten und geplante Zahlungen, desto belastbarer der Tiefpunkt-Saldo.